Unsere Geschichte
Seit mehr als 100 Jahren bieten wir professionelle Beratung
für landwirtschaftliche Unternehmen.
Historie
© Landwirtschaftlicher Buchführungsverband
Ende 19. Jh.
Die meisten Landwirte reagieren Ende des 19. Jahrhunderts noch zurückhaltend bis ablehnend, wenn es um Rechnungsbücher und Zahlen geht. Anders als Kaufleute sind sie nicht zur Buchführung verpflichtet. Lediglich auf den Gütern ist die Bereitschaft zur Buchführung deutlich höher, weil Gutsherren daran interessiert sind, die Arbeit ihrer Verwalter einzuordnen.
© Stadtarchiv Kiel, Nr. 97.839
Anfang 20.Jh.
Nach dem ersten Weltkrieg ändert sich das Bild: Auch die Besitzer kleinerer Höfe sehen mehr und mehr einen Nutzen im Dokumentieren des Betriebsgeschehens, nicht zuletzt aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage. Nur durch exaktes statistisches Zahlenmaterial können sie ihre Situation gegenüber Regierungsstellen nachweisen und Maßnahmen zur Besserung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse einfordern.
© Landwirtschaftliches Wochenblatt für Schleswig-Holstein vom 16. Januar 1920
1920
Das Fundament für den heutigen Landwirtschaftlichen Buchführungsverband wird gelegt, als die Landwirtschaftskammer der preußischen Provinz Schleswig-Holstein eine Buchstelle einrichtet und zur neuen Abteilung aufbaut.
© Landwirtschaftlicher Buchführungsverband
1925
Landwirte werden berechtigt, Gewinne aufgrund von Buchführungsabschlüssen zu ermitteln, sofern ordnungsgemäße Buchführungen vorliegen.
1930
Die Abgabenordnung erweitert die steuerliche Buchführungspflicht auf landwirtschaftliche Unternehmen bei Überschreitung bestimmter Umsatz-, Vermögens- oder Reineinkünfteschwellen (wirksam ab April 1932).
1933
Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wird in den Reichsnährstand eingegliedert.
1934
Die Buchführungs- und Steuerberatungsstellen der Landwirtschaftskammern werden reichsweit ausgegliedert und in die Privatwirtschaft entlassen.
© Landwirtschaftlicher Buchführungsverband
1935
Gründung des Verbandes buchführender Bauern und Landwirte e.V. Kiel zur Fortführung der Buchstelle. Räumlich, organisatorisch und personell bleibt der Verband bis Kriegsende eng mit dem Reichsnährstand verbunden.
1945
Beginn des Wiederaufbaus im zerstörten Deutschland.
© Landwirtschaftlicher Buchführungsverband
1951
Grundsteinlegung des Verbandshauses Lorentzendamm 39, Kiel, bis heute Sitz der Hauptgeschäftsstelle der SHBB/LBV-Gruppe.
1961
Änderung der Organstruktur: Schaffung des Delegiertenausschusses.
1962
Gründung der ersten beiden Tochtergesellschaften SHBB und Treurat.
Ein neues „Gesetz über die Rechtsverhältnisse der Steuerberater und Steuerbevollmächtigten“ vom 16. August 1961 hat erhebliche Konsequenzen für den Landwirtschaftlichen Buchführungsverband. Demnach ist es dem Verein als Anbieter landwirtschaftlicher Buchführung nicht mehr gestattet, Mitglieder außerhalb dieses Zweiges zu betreuen, also insbesondere gewerbliche Betriebe. Diese machen jedoch bereits eine bedeutsame Mandantengruppe aus.
Ende 1961 wird die Satzung modifiziert und es dem Verband ermöglicht, für die Betreuung von Nicht-Landwirten Gesellschaften zu errichten oder sich an Gesellschaften zu beteiligen. Das Finanzministerium billigt dieses Vorgehen, mit dem der Verband über Tochtergesellschaften in der Lage ist, auch Gewerbetreibende und Freiberufler zu beraten. 1962 gründet der Verband zunächst die „Schleswig-Holsteinische Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft“ und wenig später die „Schleswig-Holsteinische Buchführungs- und Beratungsgesellschaft mbH Steuerberatungsgesellschaft“. Bis heute sind die meisten Kanzleistandorte als Bürogemeinschaften von Verband und SHBB organisiert.
1972
Gründung BBG Bremen.
Für den Verband ergibt sich die Gelegenheit, eine Buchstelle für Landwirtschaft und Gartenbau in Bremen zu übernehmen. Sie erhält den Namen „BBG“ Buchführungs- und Beratungsgesellschaft mbH Steuerberatungsgesellschaft“. Die Übernahme markiert auch deshalb einen Meilenstein, weil sich der Verband mit dieser Tochtergesellschaft erstmals für einen Standort außerhalb des bisherigen Beratungsgebietes entscheidet.
1979
Gründung Agrar-Daten (ab 1989: ACT, ab 2025 SHBB/LBV–Digital).
Der Verband profitiert ab den frühen 1970er Jahren erheblich von den Fortschritten in der elektronischen Datenverarbeitung. Ende der 1970er Jahre ist der Umfang der Datenverarbeitung so groß, dass die Anschaffung eines eigenen Großrechners wirtschaftlich erscheint. Um eine bessere Übersicht über die Rentabilität zu gewinnen, gründet der Verband die Agrar-Daten GmbH als Weiterentwicklung seiner bestehenden EDV-Abteilung. Im Jahr 2010 verschmilzt die Agrar-Daten GmbH mit der 1998 gegründeten „ACT GmbH“ zur „ACT – Angewandte Computer Technik GmbH“. 2025 erfolgt die Umfirmierung in SHBB/LBV-Digital GmbH.
1988
Gründung Betriebs-SHBB als Tochtergesellschaft der SHBB für die Beratung an den Standorten Bad Oldesloe, Reinfeld, Bargteheide und später auch Lübeck.
© waldmar/Pixabay
1989/90
Grenzöffnung, deutsche Wiedervereinigung und Ausweitung des Beratungsgebietes nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
Der Fall der innerdeutschen Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands führen beim Landwirtschaftlichen Buchführungsverband zu einer erheblichen Ausweitung des räumlichen Beratungsgebietes. Bereits kurz nach der Grenzöffnung knüpft der Verband Kontakte zu landwirtschaftlichen Organisationen und Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern und später auch in Brandenburg. Persönliche Kontakte und Initiativen sind der Antrieb. Für den Verband zieht die Annäherung an Menschen, die in der DDR in der Landwirtschaft gearbeitet hatten und sich nun mit Umstrukturierungsmaßnahmen zwingend auseinandersetzen mussten, ungeahnte Aufgaben nach sich. Aus ostdeutscher Sicht zählen vor allem unabhängiges, unternehmerisches Handeln in Selbstverwaltung und unter Selbstkontrolle zu den Stärken des Verbandes. Das persönliche Vertrauen, Hilfsbereitschaft und ein Begegnen auf Augenhöhe legen die Grundlage dafür, dass in den folgenden Jahren gemeinsam neue Kanzleien des Verbandes in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg erfolgreich aufgebaut werden können.
1990
Gründung Treurat + Partner.
Die Treurat + Partner Unternehmensberatungsgesellschaft ergänzt auf sinnvolle Weise das Portfolio der SHBB/LBV-Gruppe. Sie bietet Beratungs- und Gutachterleistungen für landwirtschaftliche und gewerbliche Unternehmen sowie Betriebe und Organisationen in öffentlicher Trägerschaft an. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt im Bereich erneuerbare Energien, die seit Mitte der 1980er Jahre zunehmend an Bedeutung gewinnen.
2001
Gründung LBV Polska.
Eine weitere, spezialisierte Tochtergesellschaft wird gegründet: Die LBV Polska ist auf die buchhalterische und betriebswirtschaftliche Beratung von Unternehmern spezialisiert, die zwar in Polen landwirtschaftliche oder gewerbliche Betriebe unterhalten, selbst aber nicht aus Polen stammen.
2010
Gründung stadt.werk.
Die stadt.werk GmbH entwickelt als Inhouse-Agentur der SHBB/LBV-Gruppe Webanwendungen und ist in der Mediengestaltung und der Veranstaltungsorganisation tätig.
2019
Aufnahme der JPST Steuerberatungsgesellschaft in die SHBB/LBV-Gruppe.
Als weitere Steuerberatungsgesellschaft kommt die JPST GmbH mit drei Standorten in Wettringen und Greven in Nordrhein-Westfalen sowie Damme in Niedersachsen zur SHBB/LBV-Gruppe. Sie betreut in ihrer Region eine beachtliche Anzahl land- und forstwirtschaftlicher, gartenbaulicher und gewerblicher Mandanten. Die Zahl der Bundesländer, in denen die SHBB/LBV-Gruppe aktiv ist, steigt auf sieben.
2022
BBG Bremen geht in der JPST Steuerberatungsgesellschaft auf.
Aufnahme der DR.S-O Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in Eckernförde und Stralsund in die SHBB/LBV-Gruppe.
2023
DR.S-O geht in der SHBB Steuerberatungsgesellschaft auf.
2025
Umbenennung ACT in SHBB/LBV-Digital.
Ausscheiden stadt.werk aus der SHBB/LBV-Gruppe.