01.01.2010

Schleswig-Holstein: Milchpotential 2020

Seit Beginn des bundesländerübergreifenden Milchquotenhandels im Juli 2007 kommt es zu deutlichen Milchquotenzuwächsen in Schleswig-Holstein. Hier im Norden erhöhten die Landwirte ihre Lieferrechte im Milchquotenjahr 2007/08 um +2,3 % und im Jahr 2008/09 um +4,3 %. Auch für das Milchquotenjahr 2009/10 ist von einer weiteren Erhöhung um mindestens 2 % auszugehen.

Bei linearer Fortschreibung der bisherigen Produktivitätssteigerungen würden die Milchleistungen auf rd. 8.800 kg je Kuh im Jahr 2020 in Schleswig-Holstein anwachsen. Daraus ergäbe sich im Jahr 2020 eine um 614 Mio. kg bzw. 27 % erhöhte Milcherzeugungsmenge. Betrachten wir potentielle Produktionsbegrenzungen: Weder die Einschränkung beim Grünlandumbruch noch die Begrenzung der Flächennutzung durch Vertragsnaturschutz würden die Ausdehnung der Milcherzeugung in der Zukunft begrenzen. Allerdings gibt es Restriktionen durch die Düngemittelverordnung, die eine Grenze von 170 kg Stickstoff aus Wirtschaftsdünger (Viehhaltung) je ha vorsieht.

Unterstellt man in den Wachstumsregionen die angenommenen Milchleistungssteigerungen unter Ausschöpfung der Düngeverordnungsgrenzen, könnte sich die Milchmenge in Schleswig-Holstein auf rd. 3,8 Mrd. kg Milch (bzw. +1,5 Mrd. kg) bis zum Jahr 2020 erhöhen. Dieses Extremszenario ist in der nebenstehenden Abbildung dargestellt und würde einer Erhöhung der gegenwärtigen Milcherzeugungsmenge um 65 % im Vergleich zum Jahr 2007 entsprechen. Den vollständigen Beitrag von Dr. Holger Thiele, ife Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft , Kiel, finden Sie in der neuen Kurzauswertung.

Zukunftsszenario 2020 - Potentiale der Milcherzeugung in Schleswig-Holstein